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Pilzverein Augsburg Königsbrunn
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Aus Liebe zur Natur und zum Schutz unserer Pilze
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Giftpilze - Pilzgifte


 
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2. Schwermetalle, radioaktive und andere toxisch wirkende Stoffe in Pilzen

Schwermetalle,RadioaktitaetPilze, die auf oder am Rand von intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Arealen, insbesondere Maisfeldern und Obstkulturen oder an Rändern vielbefahrener Verkehrswege wachsen, sind grundsätzlich zu meiden. Schädliche Stoffe aus Klärschlamm, verschiedenen Dünge- und Spritzmitteln und Abgasen werden in Pilzen aufgenommen und können zur Gesundheitsschädigung beim Menschen führen.

Obwohl das Reaktorunglück von Tschernobyl lange zurückliegt, sind immer noch einige Pilze überdurchschnittlich hoch mit Caesium 137 belastet. Die Meßwerte sind zwar schon zurückgegangen und schwanken regional sehr stark, trotzdem sollte man Maronenröhrlinge, auch  Braunkappen genannt  (Xerocomus badius), Reifpilze, auch als Zigeuner bezeichnet (Rozites caperatus) und Trompetenpfifferlinge, auch als Durchbohrte Leistlinge bekannt (Cantharellus tubaeformis) nicht in zu großen Mengen verzehren, da vor allem diese beliebten Speisepilze Caesium in besonders hohem Maße anreichern können.

   
Maronenröhrling  /  Braunkappe
Xerocomus badius

Trompetenpfifferling /
Durchbohrter Leistling

Cantharellus tubaeformis
(Handskizze)

 
Reifpilz / Zigeuner
Rozites caperatus

Goldstiel-Leistling / Goldgelber Leistling

Cantharellus lutescens
(Aquarell Karl Pfaff)

 

Von den hauptsächlich genannten Schwermetallen Blei, Cadmium und Quecksilber wird Blei am wenigsten in Pilzen akkumuliert, trotzdem ist das Sammeln entlang und nahe viel befahrener Straßen natürlich nicht zu empfehlen. Die beiden anderen Schwermetalle, Cadmium und Quecksilber, bei letzterem besonders das in Fischen oft festgestellte, hochgiftige Methylquecksilber, wird in stärkerer Konzentration vor allem in den wildwachsenden, gilbenden Champignon-Arten (Agaricus: Flavescentes), angereichert. Zwar sind noch keine Gesundheitsstörungen im direkten Kausalzusammenhang mit dem Verzehr dieser Pilze bekannt geworden, dennoch ist vor allem vom Konsum größerer Mengen abzuraten.

 

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