Begrüßung und organisatorischer Auftakt
Zum Auftakt übernahm Klaus Kugelmann die offizielle Begrüßung der Gruppe. Im Zuge dessen wurden die notwendigen organisatorischen Formalitäten erledigt, darunter ein Disclaimer bezüglich Haftung und Verletzungen im Gelände. Zudem folgten wichtige Warnhinweise für das Verhalten in der Natur: Die Teilnehmenden wurden auf das unwegsame Terrain sowie auf die Gefahr durch zurückschnalzende Äste im dichten Unterholz aufmerksam gemacht.
Das erste Highlight direkt am Start
Noch bevor die eigentliche Wanderung begann, wartete direkt am Parkplatz eine mykologische Sensation auf die Gruppe: Ein Massenvorkommen des seltenen Spechttintlings (Coprinopsis picacea). Über 50 prachtvolle Exemplare boten einen faszinierenden Anblick und ein perfektes Fotomotiv zum Einstieg in den Exkursionstag.
Botanische Schätze im Naturschutzgebiet
Unter der Führung von Hans Hettenkofer bewegte sich die Gruppe diszipliniert auf den vorgegebenen Wegen durch das sensible Naturschutzgebiet. Beim sorgfältigen Absuchen der Wegränder und angrenzenden Magerrasenflächen konnten typische und teils seltene Offenland-Spezies dokumentiert werden. Zu den besonderen Funden in diesem Abschnitt gehörten der Jungfern-Ellerling (Cuphophyllus virgineus), der Elfenbein-Schneckling (Hygrophorus eburneus) sowie der leuchtend rote Bittere Saftling (Hygrocybe mucronella).
Durch den Mischwald zu historischen Stätten
Im Anschluss führte die Route die Truppe in einen von Kiefern dominierten Mischwald. Der Weg berührte hierbei auch zwei KZ-Friedhofsareale, was der Exkursion einen Moment des stillen Gedenkens und des historischen Bewusstseins verlieh.
Mykologisch zeigte sich dieser Waldbereich äußerst ergiebig. Die Teilnehmer stießen auf zahlreiche Milchlinge (Lactarius spp.) sowie eine beachtliche Vielfalt an Schleierlingen (Cortinarius spp.). Auch kulinarisch interessante Arten wurden gesichtet, darunter das Kuhmaul (Gomphidius glutinosus) als hervorragender Speisepilz sowie der Violette Rötelritterling (Lepista nuda) und der Veilchenröteltrichterling (Lepista irina).
Abschluss und geselliger Ausklang
Nach einer intensiven und fundierten Lehrwanderung fand die Exkursion am Mittag ihr offizielles Ende. Der Vereinsvorsitzende Günther Groß zog in einer kurzen Endbesprechung ein rundum positives Fazit über die Funddichte und besprach einige der besonderen Funde.
Zum traditionellen gemütlichen Teil fand sich ein Teil der Exkursionsteilnehmer anschließend in Hurlach im Restaurant „Beim Metzgerwirt“ ein. Bei gutem Essen und anregenden Gesprächen wurden die Funde des Tages noch einmal fachmännisch diskutiert und der gelungene Ausflug gebührend abgerundet.
Klaus Kugelmann